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Ausleitende Verfahren

 

Unter Ausleitungsverfahren werden verschiedene Behandlungsmethoden zusammengefasst, die zur Entgiftung und Entschlackung des Körpers dienen.

Sie basieren auf der Theorie der „Säftelehre“ (Humoraltherapie), die von dem griechischen Arzt Hippokrates (460 – 377 v. Chr.) begründet wurde.

In den 1920er Jahren machte der österreichische Arzt Dr. Bernhard Aschner (1883 – 1960) die ausleitenden Verfahren als Aschner-Verfahren wieder populär.

Heute sind sie ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil  einer naturheilkundlichen Behandung. Durch unsere moderne Lebensweise – chemische Zusätze in unserer Nahrung, ein Übermaß an tierischen Fetten und Eiweißen, der reichliche Konsum von Genussmitteln wie Alkohol, Nikotin und Koffein sowie schädigende Umwelteinflüsse – kann der Organismus stark belastet werden. Es kann zu einer Überlastung der ausleitenden Organe wie Niere, Blase, Leber, Darm oder Haut kommen.

Durch die Anwendung ausleitender Verfahren wird der Körper von schmerz- und entzündungserregenden Stoffen befreit. Es werden Stauungen im Blut- und Lymphsystem beseitigt und abgelagerte Stoffwechselprodukte (Schlacken) und Gifte der Ausscheidung zugeführt. Darüber hinaus regt die Behandlung die Selbstheilungskräfte des Körpers an.

 

Die nachfolgend beschriebenen Verfahren können - je nach Indikation - individuell eingesetzt werden:

 

Schröpfen

Mit der Schröpfkopfbehandlung lassen sich über Hautareale innere Organe beeinflussen. An den Wirbelsäulen-Segmenten entspringen Nervenfasern, die nicht nur zu den einzelnen Organen ziehen, sondern auch zu bestimmten Hautarealen (Headsche Zonen). Über die Behandlung dieser Hautzonen können Wirkungen auf die jeweiligen Organe erzielt werden. 

In einem Glas wird ein Unterdruck erzeugt und dieses wird auf die gewünschte Reflexzone der Haut gesetzt.

Eine Sonderform stellt die Schröpfkopfmassage dar, bei der im Vordergrund die Durchblutungsförderung des Gewebes steht.

 

Aderlass

Der naturheilkundliche Aderlass (Blut- und Gewebereinigung nach Hildegard von Bingen) ist eine "Blutentziehung", um die Selbstheilungskräfte im Menschen anzuregen, die von der Schwarzgalle und den krankheitsauslösenden Fäulnisstoffen im Körper blockiert werden.

Durch diesen Aderlass kann eine sanfte, aber tiefgreifende Umstimmung erzielt werden. Stoffwechselfunktionen können reguliert und Zellneubildungen hervorgerufen werden.  

 

Baunscheidtieren

Das Baunscheidt-Verfahren wurde 1840 von Carl Baunscheidt (1809 - 1873) entwickelt und ist eine großflächige Hautreiztherapie, bei dem man mit einem speziellen Instrument (Vitralisator) die Haut stichelt und durch anschließendes Einreiben mit einem speziellem Öl eine lokale Reizung der Haut verursacht.

Dadurch wird die Haut der behandelten Areale stärker durchblutet, ebenso - über zugeordnete Reflexbögen - die inneren Organe und Körperstrukturen.

 

Canthariden-Pflaster

Ein Cantharidenpflaster ist bestrichen mit einer Salbe aus der getrockneten und gemahlenen "Spanischen Fliege" (einer Laufkäferart), wird auf das zu behandelnde Hautareal gesetzt und verbleibt dort 8 - 24 Stunden.

Der Wirkstoff erzeut eine Blase, deren Inhalt reinjeziert werden kann.

Wegen seines starken Effektes auf das Lymphsystem wird die Therapie auch "weißer Aderlass" genannt. 

 

Naturheilkundliche Mittel

Es kann sehr sinnvoll sein, mit ausgewählten homöopatischen, spagyrischen, phytotherapeutischen oder isopathischen Mitteln (Entschlackungs- und Entgiftungskuren, Ausleitung von Schwermetallen wie Amalgam) die Organfunktionen zu unterstützen und die Ausleitung anzuregen, z.B. über Nieren, Leber, Darm, Lymphe.

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